Vereinschronik des TC St. Margarethen
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Informationsblatt 2011
Saitenblicke 2011 Tennisanlage
Der Tennisclub St. Margarethen wurde eigentlich schon im Jänner 1978 aus der Taufe erhoben, als sieben Personen im Gasthaus des damaligen Bürgermeisters Scheitz über die Gründung eines Tennisvereins im Ort sprachen.
Und man war sich schnell einig. Nach einigen Zusammenkünften wurde am 12. Juli 1978 in der konstituierenden Sitzung der TC St. Margarethen (Gründungsurkunde) gegründet.
Die Anfangsjahre
Neben Obmann Johann Reuter setzte sich der Vorstand aus folgenden Personen zusammen: Martin Artner, Johann Duschanek, Heinz Ernst, Herbert Grill, Ernst Gruber, Franz Gruber, Helene Keresztes, Gottfried Mahler, Anton Straka und Eduard Wenzl.
Und – wie sollte es anders sein – der TC St. Margarethen war geboren aber kein Geld vorhanden. Aber auch da war bald Abhilfe geschaffen. Die politische Gemeinde St. Margarethen verpachtete ein Grundstück am Mühlgraben an den Tennisverein, weiters übernahmen die Gemeinde sowie die Vorstandsmitglieder die Kredithaftung. Dem ersten Spatenstich zur Errichtung von drei Tennisplätzen stand somit noch im selben Jahr nichts mehr im Wege. Aufgrund des großen Engagements der Vorstandsmitglieder sowie der finanziellen Hilfe des Landes Burgenland und der Gemeinde konnte am Ostersonntag 1980 die feierliche Eröffnung des Tennisplatzes vorgenommen werden und der Spielbetrieb wurde aufgenommen.
Die aufstrebenden 80er
Ein Jahr später zählte man bereits 80 Mitglieder, sodass der Bau eines Clubhauses ins Auge gefasst werden konnte. Auch in dieser Beziehung wurde nicht viel herumgeredet sondern angepackt. Dem Fleiß, dem Einsatz und den vielen Eigenleistungen der Clubmitglieder war es zu verdanken, dass bereits nach einjähriger Bauzeit das Clubhaus bezugsfertig war.
Inzwischen nahm auch eine Mannschaft an der burgenländischen Meisterschaft teil und war in ihrem ersten Spieljahr äußerst erfolgreich. Die Mannen um Teamleader Hubert Vlach feierten sensationell den Meistertitel in der 3. Klasse Nord. Und auch in den folgenden Jahren konnte das Team weitere Meistertitel in den höheren Klassen feiern.
Die Mitgliederzahl stieg und stieg, 1983 konnte eine zweite Mannschaft in den Meisterschaftsbetrieb einsteigen. Im Jahre 1986 brachte Vorstandsmitglied Edi Wenzl den Vorschlag ein, die Sportstätte um einen vierten Platz zu erweitern. Noch im selben Jahr wurde mit der Planung begonnen und im Jahr 1987 konnte der Platz 4 fertig gestellt werden. Nebenbei erarbeitete sich der Verein einen guten Namen als Turnierveranstalter - die Landesmeisterschaften der Jugend, der Jungsenioren und des ASVÖ fanden in St. Margarethen statt. Und zudem hatte man mit Christian Reuter einen jugendlichen Spieler in den eigenen Reihen, der sowohl im Burgenland als auch national große Erfolge feiern konnte.
Die darauf folgenden Jahre waren geprägt von einem immer intensiveren Meisterschaftsbetrieb. Noch 1987 startete eine dritte Herren-Mannschaft und eine Saison später wurde das erste Seniorenteam gegründet. Nebenbei mauserte sich die Tennisanlage zu einem wahren „Schmuckkasterl“. Nicht nur, dass der Haupteingang zu den Tennisplätzen überdacht wurde, auch ein Kinderspielplatz wurde geschaffen, und schließlich wurden anlässlich des 10jährigen Spielbetriebes im Jahre 1990 die Clubräume neu adaptiert.
Dieses 10jährige Jubiläum wurde auch gebührend gefeiert. Im Rahmen des mittlerweile traditionellen Einladungs-Pfingstturniers wurde ein Festakt unter Anwesenheit vieler Ehrengäste abgehalten. Zusätzlich gab es auch ein Prominentendoppel mit Josef „Peppino“ Teuschler und Thomas Parits.
Der Club wächst weiter in den 90ern
Anfang der 90er übernahm Alfred Ludwig das Amt des Obmannes und unter seiner Führung entwickelte sich der Verein sowohl gesellschaftlich als auch sportlich rasant weiter.
Aufgrund des regen Mitgliederzuwachses und erhöhten Meisterschaftsbetriebes wurde im Jahr 1991 mit der Planung weiterer Tennisplätze begonnen. Ein Jahr später wurde die Anlage unter Mitarbeit des Vorstandes, der Mitglieder und der Firma Käufer um zwei Sandplätze und einen Hartplatz vergrößert. Nach dieser Erweiterung standen bereits 6 Courts für die sportliche Freizeitgestaltung zur Verfügung.
Auch sportlich gab es in diesen Zeiten einen Meilenstein. Die intensive Trainingsarbeit mit unseren Damen gipfelte 1992 in der Gründung eines Damenteams. Und der Aufschwung der ersten Herren-Mannschaft war ebenfalls nicht zu stoppen. 1994 konnten die Mannen in die höchste Spielklasse Burgenlands, der Landesliga A, aufsteigen und sich 3 Jahre halten.
Zur weiteren Verschönerung der Tennisanlage und zur Erweiterung der Infrastruktur entschloss sich der Vorstand 1995, eine kleine Bar mit Überdachung zu bauen. Ein Jahr später wurde die Terrasse vor dem ersten Platz erweitert, was mehr Platz für Zuseher und Festivitäten brachte.
Ende der 90er sorgte wieder ein Jugendspieler für Furore. Alexander Schuster siegte bereits als Volksschüler bei vielen Turnieren, doch 1998 schaffte er den richtigen Durchbruch. Er konnte bei 18 Teilnahmen an burgenländischen und nationalen Turnieren 9 Siege und zusätzlich 9 Platzierungen unter den besten vier verbuchen. Auch in den Saisonen danach riss seine Erfolgserie nicht ab, und so sollte Alexander der erfolgreichste Spieler der Vereinsgeschichte werden.
Neuer Vorstand zur Jahrtausendwende
Nach 14jähriger Vorstandstätigkeit entschied sich Alfred Ludwig im Jahr 1999 das Amt des Obmannes abzugeben. Mit ihm legten auch viele Funktionäre aus beruflichen oder privaten Gründen ihre Ämter zurück. Somit ging unter der Führung des neuen Obmannes Eduard Wenzl ein neuer junger Vorstand ans Werk, der große Ambitionen und viele Pläne für die Zukunft des Vereins hatte.
Noch im gleichen Jahr wurde beschlossen, in den Sommermonaten das erste Tennisfest zu veranstalten, welches direkt auf dem Tennisplatz stattfand und trotz ungünstiger Wetterlage zu einem riesigen Erfolg wurde. Das Fest entwickelte sich in den Folgejahren mit seiner einmaligen Optik und angenehmen Atmosphäre zu einem Fixpunkt und auch einem der Höhepunkte im Veranstaltungskalender von St. Margarethen.
Zur selben Zeit stellte die Gemeinde, das Grundstück zwischen der Tennisanlage und dem Sportplatz den beiden Vereinen zur Verfügung, was dem Tennisclub die Möglichkeit gab, die Anlage umzugestalten. Im Jahr 2000 wurde die Errichtung eines neuen Clubhauses beschlossen und nach einer langen Planungsphase entschloss sich der Vorstand zu einem gewaltigen Bauvorhaben.
Noch im Oktober wurde aus den ehemaligen Plätzen 3 und 4 ein neuer „Centre Court“ geschaffen, welcher zukünftig im Zentrum der Anlage liegen sollte. Das neue Vereinsheim sollte auf dem somit frei gewordenen Platz entstehen und mit einer großen Terrasse ausgestattet werden, von der alle Plätze gut eingesehen werden können.
Zudem war genug Raum für einen ausreichenden Parkplatz vorhanden. 2001 fanden weitere Vorbereitungsarbeiten statt und letztendlich konnte im Februar 2002 mit den Bautätigkeiten für das Clubhaus begonnen werden. Nach intensiven Arbeiten und unter Mithilfe der Funktionäre sowie vieler Mitglieder wurde die neue Tennisanlage am 10. Juli 2005 offiziell eröffnet.
Doch die Visionen des neuen Vorstandes waren noch lange nicht erfüllt. Nachdem der Clubhausbau abgeschlossen war, wurde die Tennisanlage weiter modernisiert. Im Mittelpunkt dabei stand die Erneuerung des in die Jahre gekommenen Asphaltplatzes. Im Sommer 2007 wurde dieser durch einen Allwetterbelag mit Granulat ersetzt. Dieser Trainingsplatz bietet zusammen mit der neu installierten Tenniswand optimale Bedingungen für das Kinder– und Jugendtraining.
Neben den zahlreichen baulichen Tätigkeiten konnten im Laufe der letzten Jahre auch viele sportliche Erfolge erzielt werden. In der Saison 2002 schaffte die erste Herrenmannschaft unter der Führung von Bernd Solga den Wiederaufstieg in die Landesliga A und zählt seither immer wieder zum erweiterten Favoritenkreis der Liga. Im Jubiläumsjahr 2008 gelang der große Coup: die erste Herrenmannschaft blieb in allen Begegnungen ungeschlagen und sicherte sich damit den Landesmeistertitel in der Allgemeinen Klasse. Im September 2008 nahm die Mannschaft an den Aufstiegsspielen in die Staatsliga (2. Division) teil, erreicht dort in der Gruppenphase den guten 2. Rang.
Für die größten Erfolge sorgten in den letzten Jahren jedoch die Jugendspieler. Die Burschen-Mannschaft U10 wurde 2005 burgenländischer Landesmeister und das U16-Team wiederholte ein Jahr später diesen Erfolg. Auch die Einzelspieler konnten immer wieder wichtige Titel erringen. Bei den Jugendlichen sorgte neben Alexander Schuster Stefan Kremsner für einige Turniersiege und auch die Senioren standen hier um nichts nach.
Diese Erfolge sind vor allem auf eine intensive Jugendarbeit zurückzuführen, auf die seit Bestehen des Vereines großen Wert gelegt wird. So gibt es im Club seit vielen Jahren ausgebildete Übungsleiter, Lehrwarte und Tennislehrer und mit Bernd Solga den ersten burgenländischen Tennistrainer. Die Jugendarbeit ist derart umfangreich geworden, sodass im Frühjahr 2006 die „TC St. Margarethen TennisAcademy“ gegründet wurde.
2008 und die Zukunft
In den Schubladen des Vorstandes liegen noch einige weitere Ideen, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden könnten. Den Aufschwung des Tennissports in St. Margarethen der letzten Jahre weiter zu führen, und allen Mitgliedern und Gästen unseres Vereins möglichst gute Bedingungen und viel Freude beim Tennis zu bieten, bleibt oberste Priorität und zentrale Aufgabe der nächsten Jahre.
Wir können zurecht stolz auf die Leistungen all jener sein, die sich um die Tennisanlage in St. Margarethen und die sportliche Entwicklung des Vereins bemüht gemacht haben. Es liegen 30 ereignisreiche Jahre hinter uns aber hoffentlich noch unzählige spannende und erfolgreiche vor uns.